Jahreslosung 2026
- christiancadrian

- 31. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Jan.

(Bitte herunterscrollen, um die restlichen Bilder zu sehen und herunterzuladen: Auf Deutsch, Bern-Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Rumantsch.)
Gott sagt: Schau, ich mache alles neu! So lautet die Jahreslosung für das Jahr 2026 (www.jahreslosung.eu). Leider ist dieses Jahr nun mit Katastrophen gestartet.
Das Gesetz des Stärkeren – Vertrauen auf Gott?
Erst ganz langsam gewöhnen wir uns an die Durchsetzung der Herrschaft des Stärkeren. Vor allem wahrnehmbar im internationalen Umgang. Sie ersetzt zunehmend den Schutz der Souveränität schwächerer Staaten, ja die Rechte der Schwächeren allgemein, welche – zumindest auf dem Papier – bisher galten. Wer die Macht hat, setzt sie rücksichtslos zu seinem Vorteil ein. Alle anderen haben das Nachsehen.
Bei diesem politischen Klimawandel stehen wir vor der Frage und Herausforderung, ob wir auch in dieser negativen Entwicklung Gott am Werk sehen können? Ob wir erkennen können und wollen, dass Gott damit unser bisheriges Zusammenleben infrage- und dessen Schwächen blossstellt? Und ob wir darauf vertrauen können, dass er damit uns und unsrem Zusammenleben einen tiefgreifenden Wandel ermöglicht? Alles soll neu werden. Hin zum Guten.
Brand-Katastrophe – Wo ist Gott?
Auch wenn wir diese Fragen noch vertrauensvoll und positiv beantworten könnten, bei der Brand-Katastrophe in Crans-Montana helfen sie nicht weiter. Zu tief reicht die Erschütterung durch das Leid, das aus heiterem Himmel über feiernde, nichtsahnende Menschen hereinbrach. Es hätte genauso gut uns und unsere Liebsten treffen können. Hier hilft auch die Jahreslosung nicht weiter. Zumindest dann nicht, wenn wir uns Gott als ein Einzelwesen vorstellen, als einen Menschen, einen Mächtigen halt, der alle Dinge in der Welt bestimmt oder zumindest zulässt. Dann gerät uns der Ausdruck «Gott» in den Sog unsrer Vorstellungen von menschlichen «Göttern», von Autokraten, Despoten und Diktatoren, die willkürlich, rücksichtslos und grausam über das Schicksal von Menschen herrschen. So einem "Gott" kann man sich nicht anvertrauen.
Gott – Geist- und Lebenskraft
Mir hilft dann nur, "Gott" anders zu verstehen: Als Geist- und Lebenskraft. Als das Leben selbst. Als das, was uns und allem, was lebt, das Leben gibt. Als das Leben, das über alles verstreut und in allem drin ist. Überall, wo Leben sich regt. So gesehen, erleidet diese Lebenskraft, dieser in alles verstreute Gott, alles mit, was Leben in unsrer Welt erleiden muss. Auch wenn es unfassbar bleibt das Leiden und eines der grossen Geheimnisse des Lebens ist: Die göttliche Geist- und Lebenskraft erleidet alles mit und bleibt uns im Leiden nah. Darum das Angebot in den Wort-Bildern. Das Leben selbst ist es das spricht: «Schau, ich mache alles neu!» Auf dass das Leiden ein Ende habe.
«Alles neu!» – Der Sieg des Lebens
«Alles neu» ist radikal. Es erklärt alles, was ist, zu einem Durchgangsstadium. Nichts ist fix. Nichts kann so bleiben wie es ist. Nichts ist definitiv und angekommen. Alles ist erst unterwegs. Auch wir selbst. Für alles, unter dem wir leiden, wären wir froh, wenn es ändern würde. Auch alles, was verbraucht ist, was verfällt oder auch das, was uns nicht gefällt, unserm Geschmack nicht entspricht oder wir nicht verstehen: Gern! Das soll sich ändern! Neu werden! Doch das Leben scheint sich nicht nach unserem kleinen persönlichen Horizont richten zu wollen. Es will offenbar vor nichts Halt machen. Alles soll in Bewegung geraten und in Bewegung bleiben. Auch das, was uns so lieb geworden und uns zum Vorteil geraten ist. Weil das verunsichert, ist unser Vertrauen herausgefordert. Das Vertrauen, dass das Ziel dieser Bewegung die Stärkung und der Sieg des Lebens ist. Und dazu: Ein gutes und gerechtes Zusammenleben.
Vertrauen – Sich der Erneuerung öffnen
So geht es wohl für uns mit dieser Jahreslosung darum, dieses Vertrauen zu stärken und uns dieser erneuernden Bewegung zu öffnen. Dort, wo wir sind. Bei dem, was dort ansteht. Hören wir hin. Lassen wir uns inspirieren und in vielfältiger Weise Leben und Zusammenleben stärken.
Eine dreifache Haltung – nicht ganz widerspruchsfrei
Vielleicht braucht es dazu eine dreifache, in sich nicht ganz widerspruchsfreie Haltung.
(1)
Es gilt wohl in unsrer Zeit, sich an der Stärkung des Lebens und an der Suche nach einem gerechteren Zusammenleben zu beteiligen – lustvoll und mutig. Auch mit dem Mut zum Beenden von Bisherigem.
(2)
Zugleich gilt es, die radikale Botschaft zu hören und die ebensolchen Zeichen zu erkennen. Es scheint sich ein Ende der aktuellen Gestalt unserer Strukturen des Zusammenlebens anzubahnen. So könnte es darum gehen, diese – gelassen und persönlich vorbereitet – gehen zu lassen, um einer gerechteren Welt Platz zu machen.
(3)
Daraus ergibt sich als Drittes die Herausforderung einer kontemplativen Offenheit. Im allgemeinen Aktivismus, im Festhalten am und Kämpfen um das Bestehende, aber auch im dauernden Konzepte-Entwerfen entzieht sich das Neue (bisher noch) weitgehend unseren Vorstellungen. So sollen wir uns Einüben im Ausschauhalten nach zukünftigen Formen und Vorgehensweisen, die ein lebensfreundlicheres und gerechteres Zusammenleben ermöglichen.
Die Bild-Motive
Auf der Suche nach Motiven für die Bilder zu dieser Jahreslosung, bin ich lange unschlüssig gewesen. Dann wurde mir klar: Alles kann zum Motiv und Träger dieser Botschaft werden. Alles kann mit dem Text ins Gespräch geraten und vielfältige Interpretations- und Gesprächsmöglichkeiten eröffnen. Vielleicht besonders gut Wände, trennende Strukturen, Türen und Deckel. Aber auch Situationen unterwegs, in Bewegung oder im Wandel des Tageslichts. Auch zufällige und kurz aufscheinende Lichteffekte. So habe ich 20 Motive aus einigen Orten gewählt, an die es mich im letzten Jahr verschlagen hat. In der Reihenfolge ihres Auftretens: Bahnhof SBB Basel, Flughafen Zürich, Reñaca in Viña del Mar (Chile), Cerro Alegre in Valparaiso (Chile), Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago (Chile), Pueblito Los Domínicos in Santiago (Chile), Hallenstadion Zürich, Konstanz Altstadt (D), Oberburg, Burgdorf, Rüedisbach, Krattigen, Almagro (Spanien), Nerja (Spanien) und Freiburg (D).
Das Wort im Bild
Wie jedes Jahr suchen sich die Worte in das Konkrete und Diesseitige des Bildes zu integrieren. Eine Art Inkarnation, die auch ruhig die Lesbarkeit der Worte beeinträchtigen darf. Die Botschaft drängt sich nicht ohne weiteres auf, lässt sich hier und da übersehen. Manchmal muss sie regelrecht gesucht werden.
20 Wort-Bilder, 2 Versionen, 7 Sprachen, 2 Formate
Es stehen 20 Wort-Bilder bereit. Wie erwähnt: Alle sind geprägt durch den Versuch, die Wörter visuell in das Bild zu integrieren. Es gibt jeweils 2 Versionen: In der ersten werden die Worte der Jahreslosung mit der Deutungsmöglichkeit des Ausdrucks "Gott" durch "das Leben" angeboten: "Gott/das Leben sagt: ...". In der zweiten Version gibt es die Jahreslosung ohne diese Interpretation. Die Sprachen sind Deutsch, Bern-Deutsch, English, Español, Français, Italiano und Rumantsch. Und die beiden Formate rechteckig und quadratisch.
Herunterladen
Die 20 Wort-Bilder stelle ich hier wieder zur Verfügung.
Da ich die Bilder selber gemacht habe, liegen Rechte für die Fotos und für die Text-Bilder ganz bei mir.
Mit einem Klick unten auf den jeweiligen Sprach-Versions-Link gerät man zum entsprechenden Ordner mit den 20 Bildern. In allen Version in den beiden Fassungen: Mit oder ohne die Deutung für "Gott" als "das Leben" bzw. "life", "la vida", "la vie", "la vita". Per Rechtsclick lässt sich der ganze Ordner oder auch nur einzelne Bilder herunterladen. Zur Auswahl steht das rechteckige Format, nämlich A4 297*207 mm, und das quadratische Format, 207*207 mm, beide mit 300 Pixeln pro Zoll.
Links zu den beiden Sprach-Versionen 01 Jahreslosung 2026 - Deutsch 02 Jahreslosung 2026 - CH-Deutsch
Kosten/Beteiligung
Ihr dürft di Wort-Bilder kostenlos verwenden. Wer Spass an ihnen hat, ahnt, was für Arbeit dahinter steckt, und diese unterstützen und honorieren möchte, ist natürlich herzlich willkommen. Als Richtpreis hat sich pro Bild der Betrag eines Kaffees eingebürgert (vgl. Pixabay.com).
Für die Schweiz
- Entweder per Handy über TWINT auf +41 79 417 66 53.
- Oder auf das Postfinance-Konto CH76 0900 0000 3025 4071 1
Für andere Länder
Postfinance-Konto: CH52 0900 0000 1634 6797 5
Empfänger
Christian C. Adrian, Kirchgasse 4, 3414 Oberburg, Schweiz
Bildnachweis, Fragen und Rückmeldungen
Wer auch immer diese Text-Bilder verwenden will, ist angehalten – wenn immer möglich – den folgenden Bildnachweis anzugeben: fotowerkstatt@ccadrian.ch. Fragen und Rückmeldungen gerne auch an fotowerkstatt@ccadrian.ch oder gleich unten auf dieser Seite.
Viel Spass!
Galerien
Deutsch, 144x100.5 mm
Bern-Deutsch, 144x100.5 mm
English, 144x100.5 mm
Español, 144x100.5 mm
Français, 144x100.5 mm
Italiano, 144x100.5 mm
Rumantsch, 144x100.5
Deutsch, 100.5x100.5 mm
Bern-Deutsch, 100.5x100.5 mm
English, 100x100 mm
Español, 100x100 mm
Français, 100x100 mm
Italiano, 100x100 mm
Rumantsch, 100x100 mm








































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































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